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01.08.2010 | Du bist hier: Startseite :: Europapokal :: 1981/82 ::
UEFA-Cup 1981 / 1982
| 1.Runde |
| Hinspiel: |
HSV - FC Utrecht |
0-1 |
| Rückspiel: |
FC Utrecht -
HSV |
3-6 |
| 2.Runde |
| Hinspiel: |
Girondins Bordeaux
- HSV |
2-1 |
| Rückspiel: |
HSV - Girondins
Bordeaux |
2-0 |
| Achtelfinale |
| Hinspiel: |
FC Aberdeen -
HSV |
3-2 |
| Rückspiel: |
HSV
- FC Aberdeen |
3-1 |
| Viertelfinale |
| Hinspiel: |
HSV - Xamax Neuchatel |
3-2 |
| Rückspiel: |
Xamax Neuchatel
- HSV |
0-0 |
| Halbfinale |
| Hinspiel: |
Radnicki Nisch
- HSV |
2-1 |
| Rückspiel: |
HSV - Radnicki
Nisch |
5-1 |
| Finale |
| Hinspiel: |
IFK Göteborg
- HSV |
1-0 |
| Rückspiel: |
HSV - IFK Göteborg |
0-3 |
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Hinspiel
IFK Göteborg - HSV in
Göteborg am 05.05.1982 vor 42.500 Zuschauern
Tore:
1-0 Tord Holmgren (87.Minute)
Aufstellung: Stein
- Groh, Hieronymus, Jakobs(Hidien), Kaltz - von Heesen(Memering), Magath,
Hartwig, Wehmeyer - Bastrup, Hrubesch
Trainer: Ernst Happel
Rückspiel HSV -
IFK Göteborg in Hamburg am 19.05.1982 vor 61.000 Zuschauern.
Tore:
0-1 Corneliusson (26.Minute)
0-2 Nilsson (61.Minute)
0-3 Fredirksson (66.Minute, Elfmeter)
Aufstellung: Stein
- Groh, Hieronymus, Jakobs(Hidien), Kaltz - von Heesen(Memering), Magath,
Hartwig, Wehmeyer - Bastrup, Hrubesch
Trainer: Ernst Happel
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Als
der "Kollege Computer" dem HSV einen bösen Streich spielte
Hochrechnungen sind zuverlässig. Jedenfalls in der Politik. Anläßlich
von Land- und Bundestagswahlen treten ARD und ZDF regelmäßig
diesen Beweis an. Und was sind Hochrechnungen im Sport? Spielereien von
Buchmachern, zufallsanfällig und trügerisch. Lesen Sie mal die
Chronologie einer Hochrechnung, die den HSV im Frühjahr 1982 um den
Gewinn des UEFA-Pokals brachte.
30. April: Der Endspurt um die Deutsche Meisterschaft wird im Volksparkstadion
mit dem Nachholspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern eingeläutet. Der
HSV gewinnt mit 4:0 und der Hochrechnungs-Computer spuckt aus: "Kaiserslautern
- Göteborg 1:1 und 1:2 nach Verlängerung, HSV - Kaiserslautern
4:0 - klarer Sieg des HSV in den Endspielen gegen Göteborg ausgemachte
Sache." Die verbale Bestätigung dieser Prognose lieferte Co-Trainer
Ristic: "In der Form des Kaiserslautern-Spiels können wir sogar in
Göteborg gewinnen." Und Nationalspieler Hans-Peter Briegel, diese
unkomplizierte "Walz aus der Pfalz", bat den HSV sogar inbrünstig:
"Rächt uns schon in Göteborg."
5. Mai: Vor den programmierten
Erfolg in der schwedischen Hafenstadt hatten die Götter Unmengen
von Regen gesetzt. Und eine HSV-Leistung, die die skandinavische Presse
am Morgen nach dem Spiel mit riesigen Lettern so überschrieb: "Angsthasen,
Waschlappen, Feiglinge! Ihr habt 90 Minuten lang nur Wassertreten gemacht!
"
In der Tat hatte die Spielweise des angehenden Deutschen Meisters mehr
den Charakter einer Tretboot-Fahrt auf der Alster, denn einsatzfreudigen
Endspielgeist. Aber die 0:1-Niederlage wurde lässig als Seitensprung
des Computers abgetan. Die neue Rechnung: "Ein 2:0 oder 3:1 reichen uns
im Rückspiel ja schon." Eine Kleinigkeit, die beim Speichern
des Computers vergessen wurde: Ditmar Jakobs, Vorstopper, war für
das Rückspiel wegen seiner zweiten gelben Karte gesperrt.
15. Mai: Vor 53 000 Zuschauern "probte" der HSV den Sieg gegen
Göteborg im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen. Die Mannschaft
um Trainer Otto Rehhagel wird gerade als "Entdeckung der Saison"
gefeiert -und handelt sich eine 0:5-Abfuhr ein. Kapitän Horst Hrubesch,
dreifacher Torschütze an jenem Nachmittag, jubelte: "Gegen Werder
haben wir unser Meisterstück gemacht. Jetzt holen wir auch den UEFA-Pokal!
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Deutscher Meister sollte der HSV tatsächlich werden, allerdings auch
Meister im Verrechnen und Unterschätzen.
19. Mai: 62 000 Zuschauer im Volksparkstadion und rund 300 Millionen
an den Bildschirmen in aller Welt sehen eine 0:3-Niederlage des HSV, die
die schwedische Zeitung "Expressen" in einem Satz interpretierte:
"Die Hamburger kombinierten Arroganz mit Unterschätzung des Gegners."
Und Trainer Ernst Happel gestand, daß der "Kamerad Computer"
dem HSV einen üblen Streich gespielt hatte: "Die großartigen
Leistungen in der Bundesliga waren an unserer Niederlage schuld."
Siegerehrung: Die HSV-Fans jubeln Göteborg und seinem Mittelstürmer
Nilsson zu (den Ersatz-Vorstopper Jüren Grob nie in den Griff beam).
Und ein paar Meter weiter stehen Lars Bastrup und Horst Hrubesch. Der
eine (Bastrup) hat die linke Hand entsetzt vors Gesicht geschlagen. Und
der andere (Hrubesch) stemmt beide Arme in die Hüften. Und sein Blick
gleitet enttäuscht ins Niemandsland...
erschienen in der Hamburger Morgenpost am 20.05.1983
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