HSV-history | Die Geschichte des HSV
Startseite
Bundesliga
Europapokal
2009/10
2008/09
2007/08
2006/07
2005/06
2003/04
2000/01
1996/97
1991/92
1989/90
1987/88
1985/86
1984/85
1983/84
1982/83
1981/82
1980/81
1979/80
1977/78
1976/77
1975/76
1974/75
1971/72
1970/71
1968/69
1967/68
1963/64
1960/61
DFB-Pokal
Oberliga bis 63
1919-1945
1887-1919
HSV-Kalender
Hall of Fame
HSV-Trainer
Präsidenten
Statistik
Unsere Stadien
HSV-Shop
Forum


Anzeige
01.08.2010 | Du bist hier: Startseite :: Europapokal :: 1967/68 :: 

Europapokal der Pokalsieger 1967 / 1968


1.Runde
Hinspiel: HSV - Freja Randers 5-3
Rückspiel: Freja Randers - HSV 0-2
Achtelfinale
Hinspiel: Wisla Krakau - HSV 0-1
Rückspiel: HSV - Wisla Krakau 4-0
Viertelfinale
Hinspiel: HSV - Olympique Lyon 2-0
Rückspiel: Olympique Lyon - HSV 2-0
3.Spiel: HSV - Olympique Lyon 2-0
Halbfinale
Hinspiel: HSV - Cardiff City 1-1
Rückspiel: Cardiff City - HSV 2-3
Finale Rotterdam
23.05.68 AC Mailand - HSV 2-0

Finale AC Mailand - HSV am 23.05.1968 in Rotterdam vor 54.000 Zuschauern

Tore:
1-0 Kurre Hamrin (8.Minute)
2-0 Kurre Hamrin (19.Minute)

Aufstellung:
HSV: Özcan - Sandmann, W.Schulz, Horst, Kurbjuhn - Krämer, Dieckmann - Hönig, G.Dörfel, B.Dörfel, U.Seeler

AC Mailand: Cudicini - Anquiletti, Schnellinger, Rosato, Scala - Trappatoni, Lodetti, Rivera - Hamrin, Sormani, Prati


Eintrittskarte vom Finale in Rotterdam

Wie "Mr.Pokerface" den HSV ins Finale brachte

Die sportliche Situation am Rothenbaum war in jenen Jahren katastrophal - trotz so renommierter Namen wie Uwe Seeler, Willi Schulz, Jürgen Kurbjuhn, Bernd und "Charly" Dörfel. Immerhin alles Nationalspieler. Aber in der Bundesliga sprangen nur die Plätze 14 (1967) und 13 (1968) heraus, das deutsche Pokalfinale gegen Bayern München ging sang- und klanglos mit 0:4 verloren.

Da griff der technische Direktor zum ersten Mal in die Trickkiste: Die Bayern hatten gerade mit einem 1:0-Sieg über Glasgow Rangers ihren ersten internationalen Triumph errungen und waren Titelverteidiger im Europapokal der Pokalsieger. Knöpfle: "Dann sind die Bayern ja doppelt qualifiziert. Also könnte dochh auch der HSV als Verlierer des deutschen Endspiels teilnehmen."
Zehn Tage ließ der Europäische Fußball-Verband die Hamburger schmoren, dann wurden kurzerhand die Regeln geändert. Mit 8:2-Stimmen befürwortete das Exekutivkomitee der UEFA den Vorschlag von "Schorsch" Knöpfle, der HSV war trotz nationaler Pleiten wieder im internationalen Geschäft.

Der Knöpfle-Trick Nr. 2 war fast noch genialer. Im Viertelfinale traf der HSV auf Olympique Lyon, eine französische Mannschaft, gegen die man vier Jahre zuvor im gleichen Wettbewerb schon einmal gescheitert war. Der HSV gewann das erste Spiel im Volksparkstadion mit 2:0 und konnte relativ beruhigt zum Rückspiel reisen. Aber Knöpfle witterte Unrat und startete eine Aktion, die ihm später den Spitznamen "Mr. Pokerface" einbrachte. Noch vordem Anpfiff setzte er sich mit den Franzosen an einen Tisch und kaufte ihnen ein mögliches Entscheidungsspiel (damals gab es nach Tor- und Punktgleichstand noch keine Verlängerung) für 130000 Mark ab. Seine Bedingung: Der Austragungsort muß Hamburg heißen. Die Franzosen willigten ein, siegten zur eigenen Überraschung mit 2:0 - um dann in Hamburg vor 62 000 Zuschauern abermals mit dem gleichen Ergebnis zu verlieren.
Nachdem auch die Hürde Cardiff City genommen wurde, stand der HSV im Endspiel. Gegen den AC Mailand.

Rotterdam, 23. Mai 1968: 30 000 Hamburger haben die Mehrheit auf den Rängen. Aber der HSV verspielt seine Anteile schon nach zwei Minuten und 50 Sekunden, ganz entgegen aller Ratschläge. Italien-Profi Helmut Haller hatte den HSV gewarnt: "Ihr müßt italienisch spielen. Wenn ihr angreift, lauft ihr Mailand ins Messer". Der Schwede "Kurre" Hamrin versetzte dem HSV beide Stiche zur 0:2-Niederlage. Einmal gleich zu Anfang, das zweite Mal nach 19 Minuten. Als es statt der 10 000 Mark Siegerprämie nur eine Anerkennungssumme in Höhe von 3000 Mark gab, knurrte Willi Schulz: "Die Mailänder hatten elf Weltklassespieler! Und wir...?"

In der Tat: Der HSV hatte damals nur einen mit allen Wassern gewaschenen "Schorsch" Knöpfle, ohne den es den Finalteilnehmer HSV 1968 gar nicht erst gegeben hätte...

erschienen in der Hamburger Morgenpost 17.05.1983


Alle Infos zur aktuellen Saison 2010/11 
 
Deutscher Meister 
1922 : 1923 : 1928 : 1960
1979 : 1982 : 1983 
Deutscher Pokalsieger 
1963 : 1976 : 1987 
Europapokal 
Landesmeister 1983 : Pokalsieger 1977 





HSV 3000 - Die Sport- und Fussball-Kolumne


(c)2001-10 HSV-history.de | Sitemap | Impressum | HSV3000.de | hamburgkicks.com - Forum | HSV-Top50 | Fussball in Afrika | road to south africa